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Naturschutzkriminalität

Hier informieren wir über Naturschutzkriminalität vor unserer Haustüre!
Unter Naturschutzkriminalität verstehen wir in erster Linie kriminelle Handlungen an freilebenden, geschützten Wildtierarten. Hier bei uns in Bayern sind davon vor allem zahlreiche Greifvögel, Biber, Fischotter und Luchse betroffen.

Beispiel: Luchse im Bayerischen Wald – vergiftet und geschossen
Immer wieder werden Fälle von getöteten Luchsen bekannt. Doch diese Tiere gehören zu den besonders geschützten Arten. Diverse nationale und internationale Gesetze stellen ihn unter Schutz.
Das Nachstellen und Töten ist eine Straftat und wird mit Geldbußen, Entzug des Jagd- und Waffenscheines oder sogar Freiheitsstrafe geahndet.


Flyer Naturschutzkriminalität

Naturschutz- und Jagdkriminalität gibt es nicht nur in afrikanischen Wildschutzgebieten – auch in Bayern machen skrupellose Wilderer immer wieder Jagd auf streng geschützte Arten wie Luchs und Greifvögel. So können sich Wildbiologen nicht erklären, warum trotz optimaler Lebensraumbedingungen und des immer wieder nachgewiesenen Nachwuchses der Luchsbestand im Bayerischen Wald kaum zunimmt und besenderte Tiere außerhalb des Nationalparkes spurlos verschwinden.


Chronologie an aktuellen Straftaten gegen geschützte Wildtiere, beginnend mit dem Fall der vergifteten Luchsin Tessa.

2012:
- vergiftete Luchsin "Tessa" im Landkreis Cham

2013:
- erschossene Luchsin im Landkreis Regen
- März und April, 5 Mäusebussarde, 1 Rotmilan, 1 Schwarzmilan, 6 Rotfüchse, 2 Steinmarder, 1 Elsterim nahe Ostheim an der Röhn
- Mai mehrere tote Mäusebussarde im Landkreis Landshut

2014:
- ertränkter Fischotter, Chamerau

2015:
- Mai, abgeschnittene Pfoten zweier Luchse im Landkreis Cham
- Juli, vergifteter Uhu im Landkreis Regensburg, außerdem verstümmelte Wiesenweihen
- September, geschossener Uhu im Landkreis Landshut
- Dezember, getöteter Luchs im Landkreis Grafenau


Überblick über illegal getötete Luchse in Deutschland:

Auch Wölfen wird in Deutschland illegal nachgestellt, wie diese Karte zeigt...


JEDER VON UNS KANN ETWAS GEGEN NATURSCHUTZKRIMINALITÄT TUN!

Sehen Sie sich an, wie sie richtig handeln, wenn Sie ein totes, geschütztes Tier finden.


Wenden Sie sich an die staatliche Vogelschutzwarte, wenn Sie einen Verdacht auf getötete Vögel haben.


Resolution Naturschutzkriminalität stoppen

Unsere Tagung Naturschutzkriminalität stoppen fand vom 19. bis 20.9. 2015 statt. Knapp sechzig Teilnehmer der Tagung Naturschutzkriminalität, bestehend aus Fachleuten aus den Bereichen Wildtierbiologie, Wildtierpathologie, Kriminologie sowie aus Wildtierforschungsprojekten und Vertreter in diesem Bereich aktiver Naturschutzverbände in Deutschland und Österreich.
Aus diesem Fachwissen und Erfahrungsschatz ging die hier veröffentlichte Resolution hervor.